DIE MIETPREISBREMSE WIRKT DOCH

Entgegen vieler negativer Meldungen über die Mietpreisbremse, hat das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) in Berlin in einer gemeinsam mit der Universität Nürnberg-Erlangen durchgeführten Studie Gegenteiliges herausgefunden. Die Mietpreisbremse wirkt genau dort, wo es auch erforderlich ist, nämlich in den Stadtkernen.

Lt. der Studie greift die Mietpreisbremse dann, wenn die Neuvertragsmieten in der Stadt in den vier Jahren vor der Einführung im Schnitt um mindestens 3,9 % pro Jahr gestiegen sind. Dort wird die Steigerungsrate der Mieten gedämpft. Noch stärker wirke sich die Mietpreisbremse in den Stadtkernen aus, wo die Neuvertragsmieten für Bestandsimmobilien zuvor um mehr als 4,8 % pro Jahr angestiegen sind. Diese positiven Effekte seien nachweisbar in einigen Innenstadtbereichen in Berlin,  München, Stuttgart, Würzburg, Köln, Freiburg, Kassel und Bielefeld. Den höchsten Wirkungsgrad auf Bundesländerebene entfaltet die Mietpreisbremse in Bayern, Baden-Württemberg und Berlin. Ein weiteres überraschendes Ergebnis der Studie: Die Bremse behindere nicht die Neubautätigkeit. Durch die Deckelung der Erhöhungen im Bestand würden Investoren auf den Neubau ausweichen, da dort höhere Renditen zu realisieren seien. Eine Evaluierung der derzeitigen Mietpreisbremse ist seitens der Großen Koalition noch in diesem Jahr geplant.