Vom Co-Working zum Co-Living

Co-Working ist schon lange kein Trend mehr, jetzt ist Co-Living angesagt. Dabei teilen sich junge Freiberufler nicht nur Büros, sie wohnen, essen und feiern auch dort. In Berlin hat der Anbieter „rent24“ auf über 7000 Quadratmetern einen riesigen Co-Working-Space mit angrenzendem Co-Living-Bereich eingerichtet. Co-Living ermöglicht nun die Vereinigung von Arbeiten, Wohnen und Leben. Die Vermischung von Beruf- und Privatleben ist gewollt und wird als „‚Work-Live-Blending“ (quasi im Gegensatz zu „Work-Live-Balance“ bezeichnet). Neben der Anmietung von Büroräumen, zu welchen man 24 Stunden Zugang hat, kann man auch ein Zimmer buchen. Zum „Standard-Paket“ gehören die Kaffee- und Bierflatrate, Reinigungskräfte und Frühstück. Das Ganze läuft in entspannter Atmoshäre ab. Im stylischen Ambiente kann man sich in Arbeitspausen am Kicker oder beim Tischtennis treffen, Meetings finden in Motto-„Spaces“ (z.B. im Dschungelzimmer) statt. Durch die angrenzenden Wohnräume kommt es zu einem fließenden Übergang von Arbeit und Beruf. Natürlich gibt es auch eine Bar auf der Dachterrasse und gemeinsame Essen und Parties. Das Angebot kommt insbesondere bei jungen, oft auch internationalen, Freiberuflern aus der Start-Up-Szene gut an. Das Konzept ist für viele eine Lebensphilosophie und scheint aufzugehen. Weitere Co-Working- / Co-Living-Spaces sind in Berlin, Hamburg und Chemnitz geplant.